Bereits um 7.30 Uhr fanden sich am Sonntagmorgen Trainer, Turnerinnen der WKG Welzheimer Wald und eine Schar eifriger Helfer in der Mehrzweckhalle ein, um Turngeräte entsprechend der Ligadurchführungsbestimmung des Schwäbischen Turnerbundes aufzubauen und die Bewirtung und einen ansprechenden Empfang der anreisenden Mannschaften und deren Zuschauer vorzubereiten.

Durch die von den TSF Gschwend frisch getätigten Investitionen in eine neue, 14 Meter lange Tumblingbahn und einen dazugehörigen Bodenläufer in 17 Meter Länge, war die Durchführung dieses Wettkampfs, die einen hohen Standard an Ausrüstung erfordert, erst möglich geworden.

Mannschaftsfoto WKG Welzheimer Wald
Für die WKG Welzheimer Wald turnten (v. l. n. r.): Hanna Kleemayer, Jennifer Pötsch, Viktoria Nazyrov, Leena Priebe, Laura Wrobel, Sophie Hauser

So war auch die erste Maßnahme der pünktlich eintreffenden Oberkampfrichterin, mit Maßstab und strengem Auge, die Geräte abzunehmen. Demenstprechend lobten die teilnehmenden Vereine beinahe ausnahmslos die hervorragenden Gerätebedingungen und das großzügige Platzangebot in der Gschwender Mehrzweckhalle. Beides trug dazu bei, dass eine sichere, angenehme und auch für die Zuschauer von der Tribüne übersichtliche Wettkampfdurchführung gewährleistet wurde.

Ingrid Kienzle, stellvertretende Abteilungsleiterin der TSF Gschwend, die für diese Staffel die Gesamtleitung übernommen hatte und auch den Gschwender Wettkampf leitete, konnte nahezu pünktlich den Wettkampf eröffnen und alle angereisten Mannschaften und zahlreiche Zuschauer begrüßen.

Für die Heimmannschaft, der Wettkampfgemeinschaft Welzheimer Wald, bestehend aus Turnerinnen der TSF Gschwend und des TSV Plüderhausen, begann der Wettkampf am Sprung. Leider mussten die Mädchen, aufgrund von krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen, ersatzgeschwächt in den Wettkampf gehen, so dass sie nicht in Bestbesetzung turnen und an den Geräten Stufenbarren und Boden nur mit vier anstelle von fünf erlaubten Turnerinnen ans Gerät gehen konnten. Dennoch gingen die Mädchen hochmotiviert in den Wettkampf. Mit den gezeigten Leistungen am Sprung, den sie als viertbeste Mannschaft absolvieren konnten und nur 1,5 Punkte, auf den dominierenden Tagessieger, die Mannschaft SSV Ulm III einbüßen mussten, begann der Wettkampf für das Team durchaus positiv. Das zweite Gerät, der Stufenbarren entpuppte sich hingegen erwartungsgemäß als schwächstes Gerät der Mannschaft. Zu den schon erwarteten geringen Ausgangswerten, schlichen sich hier noch vermeidbare Fehler ein, sodass die Mädchen nur eine Mannschaft hinter sich lassen konnten. Überraschenderweise konnte das Team dafür am Schwebebalken – häufig ein Angstgerät der Turnerinnen – wiederum viele Punkte gut machen. Zwar mussten die Mädchen auch einige Abgänge vom Gerät verzeichnen, überzeugten aber ansonsten durch sicher vorgetragenen Übungen und erreichten das drittbeste Mannschaftsergebnis an diesem Gerät. Hierfür kassierten sie auch ein Extralob von Anna Kletetschka, der Kampfrichterverantwortlichen Gerätturnen weiblich des STB.  Auch am Boden konnten sich die Mädchen gut behaupten und landeten gemeinsam mit dem TSV Böbingen auf dem dritten Platz an diesem Gerät.

In der Tagesgesamtauswertung über alle Geräte ergab sich hiermit für das heimische Team der sechste Platz, mit dem sich Turnerinnen und Verantwortliche zufrieden zeigten. 

Die Mannschaftsplatzierungen im Überblick:

  1. SSV Ulm III                             148,60 Punkte
  2. TSG Nattheim II                       136,30 Punkte
  3. TSV Böbingen I                        134,65 Punkte
  4. TSV Wasseralfingen II              133,60 Punkte
  5. TSV Lorch II                            131,95 Punkte
  6. WKG Welzheimer Wald I      130,40 Punkte
  7. SV Amstetten I                        127,85 Punkte
  8. STV Schorndorf I                     118,55 Punkte

Der Blick auf die Wertungen zeigt, dass die Mannschaft des SSV Ulms III des gleichnamigen Turnleistungszentrums deutlich „in einer anderen Liga“ turnte und aufgrund des gezeigten Niveaus zu erwarten ist, dass sie in den nächsten Jahren Richtung Oberliga durchmarschieren werden. Dahinter liegt das Feld dicht beisammen und man darf gespannt sein, welche Rangliste sich am zweiten Wettkampftag, der bereits am kommenden Samstag in Böbingen stattfinden wird, ergibt.

Für die Wettkampfgemeinschaft Welzheimer Wald heißt dies, vor allem am Barren zu versuchen, mehr Sicherheit in die Übungen zu bekommen, am Balken die Abgänge zu reduzieren, und – hoffentlich eine weitere starke Turnerin an den Start zu bekommen, so dass die Mannschaft noch besser aufgestellt ist.

Als Ausrichter können die TSF Gschwend ebenfalls ein positives Fazit ziehen.

Ein besonderes Dankeschön geht daher an alle zahlreichen jugendlichen und erwachsenen HelferInnen in der Halle und in der Bewirtung, ohne die die Durchführung einer Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen wäre.

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Geräteturnen in Gschwend am 14.10.2018

Geräteturnen in Gschwend am 14.10.2018

Geräteturnen in Gschwend am 14.10.2018

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