Alena und Annika Welz
Annika (links) und Alena Welz (rechts) von den TSF Gschwend

In der höchsten Klasse der Kürwettkämpfe (LK1) erturnen die Zwillingsschwestern Alena und Annika Welz souverän den Doppelsieg und holen damit den offiziellen Titel der Gaumeisterin nach Gschwend. Im zwillingsinternen Duell, hatte Alena die Nase um 0,6 Punkte vorne. Auf die Drittplatzierte konnte Annika weitere 1,2 Punkte gut machen.

Seit 2016 turnen die Geschwister in der ersten Ligamannschaft des TSV Lorch und konnten dort maßgeblich zum erfolgreichen Durchmarsch der Mannschaft von der Kreisliga A in die Bezirksliga (2016), in die Landesliga (2017) und schließlich in die Verbandsliga (2018) beigetragen. Während in den letzten Jahren die Ligawettkämpfe im Vordergrund standen, traten Alena und Annika Welz dieses Jahr zum ersten Mal in einem Einzelwettkampf in der höchsten Kürklasse LK1 an. Dabei war das Ziel, neue Schwierigkeiten und Übungen vor dem Start in der Ligasaison auszutesten und auszuloten, wo man sich im Turngauvergleich platzieren kann.

In einem kleinen Teilnehmerfeld von 9 Turnerinnen aus 4 verschiedenen Vereinen, startete der Wettkampf entsprechend der olympischen Reihenfolge am Sprung. Mit einem sauberen gebücktem Tsukahara konnte sich Annika mit einer starken Wertung von 13,7 Punkten (Tageshöchstwertung) mit 0,6 Punkten Vorsprung an die Spitze des Feldes setzen, gefolgt von Alena, die einen schönen gehockten Tsukahara zeigte. Am nachfolgenden Gerät, dem Barren wurde es spannend. Beide Turnerinnen hatten vor, zum ersten Mal in einem Wettkampf freie Felge in den Handstand und Riesenfelgen zu turnen. Währen die Elemente beim Einturnen noch etwas wacklig waren, konnte Alena ihre schwierige Übung souverän durchturnen und wurde an diesem Gerät mit der Höchstwertung von 11,8 Punkten belohnt, gefolgt von Annika, die aufgrund kleinerer Unsicherheiten 4 Zehntel einbüßen musste. Am Balken, wo fast alle Turnerinnen mindestens ein mal den Balken verließen, zeigten beide Mädchen neben anspruchsvollen Sprüngen und weiteren akrobatischen Elementen einen Salto rückwärts, den sie leider nicht stehen konnten. Mit 12,2 Punkten gelang Alena aber auch hier, sowie am Boden mit 13,2 Punkten die Höchstwertung, so dass sie in der Endabrechnung ihre Schwester überholen konnte. Damit unterstrichen die Schwestern einmal mehr, dass sie beide hervorragende Vierkämpferinnen sind, die in der Lage sind, sich gegenseitig anzuspornen und so Höchstleistungen zeigen können.  Am Ende entscheidet die Tagesform und das Quäntchen Glück, wer die Nase vorne hat. Eine schöne Erfahrung war auch, dass der Wettkampf innerhalb der Konkurrenz sehr sportlich, fair und wertschätzend ausgetragen wurde. Von Turnroutinier Ellen Layer, konnten die beiden für weitere Wettkämpfe wertvolle Tipps mitnehmen.

Das Ergebnis im Überblick:

Gaumeisterschaften des Turngaus Rems-Murr LK 1 (AK12+)

  1. Alena Welz TSF Gschwend                   50,3 Punkte
  2. Annika Welz TSF Gschwend                 49,7 Punkte
  3. Katharina Ohl TSV Lippoldsweiler         48,5 Punkte
  4. Ellen Layer TSV Leutenbach                48,4 Punkte
  5. Leonie Gottweiß TSV Lippoldsweiler     44,4 Punkte
  6. Linda Klaner TSV Lippoldsweiler           42,8 Punkte
  7. Emily Alisara Lux SG Weissach im Tal   41,2 Punkte
  8. Emilia Herb TSV Lippoldsweiler            39,0 Punkte
  9. Lisann Bock TSV Lippoldsweiler            35,4 Punkte

Bereits um 7.30 Uhr fanden sich am Sonntagmorgen Trainer, Turnerinnen der WKG Welzheimer Wald und eine Schar eifriger Helfer in der Mehrzweckhalle ein, um Turngeräte entsprechend der Ligadurchführungsbestimmung des Schwäbischen Turnerbundes aufzubauen und die Bewirtung und einen ansprechenden Empfang der anreisenden Mannschaften und deren Zuschauer vorzubereiten.

Durch die von den TSF Gschwend frisch getätigten Investitionen in eine neue, 14 Meter lange Tumblingbahn und einen dazugehörigen Bodenläufer in 17 Meter Länge, war die Durchführung dieses Wettkampfs, die einen hohen Standard an Ausrüstung erfordert, erst möglich geworden.

Mannschaftsfoto WKG Welzheimer Wald
Für die WKG Welzheimer Wald turnten (v. l. n. r.): Hanna Kleemayer, Jennifer Pötsch, Viktoria Nazyrov, Leena Priebe, Laura Wrobel, Sophie Hauser

Am 14. Oktober findet der erste Wettkampf der neu gegründeten Wettkampfgemeinschaft "Welzheimer Wald" statt. Nachdem bereits seit 2016 zwei Gschwender Turnerinnen im Ligasystem des Schwäbischen Turnerbundes für den TSV Lorch I starten, entschieden sich weitere Turnerinnen und deren Verantwortliche letztes Jahr, ab 2018 ebenfalls mit einer eigenen Ligamannschaft an den Start gehen zu wollen. Da die Mannschaftsstärke der Gschwenderinnen zu dünn ist, suchte und fand man mit dem TSV Plüderhausen einen geeigneten Partner und gründete die "Wettkampfgemeinschaft Welzheimer Wald", die dieses Jahr den Ligaeinstieg in der Kreisliga B, Staffel 7, wagen wird. 

Am kommenden Sonntag findet der erste von zwei Staffeltagen in Gschwend statt. An einem Wettkampftag treten alle Mannschaften gegeneinander an, der Tagessieg wird entsprechend der erturnten Punkte ermittelt und eine Tabellenrangliste erstellt. Pro Mannschaft können insgesamt 8 Turnerinnen an den Start gehen, wobei jeweils maximal 5 davon an den Geräten Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden zum Einsatz kommen. Die drei besten Wertungen einer Mannschaft bilden das Mannschaftsergebnis pro Gerät.  

Die Turnabteilung der Turn- und Sportfreunde Gschwend freut sich, diesen Wettkampf ausrichten zu können und wird folgende Mannschaften begrüßen:

SV Amstetten I (Ligaeinsteiger), TSV Böbingen I, TSV Lorch II, TSG Nattheim II, STV Schorndorf I, SSV Ulm III (Ligaeinsteiger), TSV Wasseralfingen II und die WKG Welzheimer Wald I (Ligaeinsteiger). 

Die Veranstalter erwarten einen interessanten und unterhaltsamen Wettkampf und freuen sich auf zahlreiche Zuschauer und heimische Unterstützer. 

Die Zuschauertribüne ist geöffnet, für Verpflegung wird bestens gesorgt. 

Die Daten im Überblick:

Datum: 14.10.2018, 11 Uhr
Ort: Mehrzweckhalle Gschwend

Ligawettkampf in Gschwend

Hallo liebe Turnkinder, Eltern und Besucher der Turnabteilung,

der Kindernachmittag wird in diesem Jahr nicht in der gewohnten Art und Weise am 1. Advent stattfinden. Aufgrund rückläufiger Teilnehmer- und Besucherzahlen haben wir uns entschieden, die Veranstaltung in das Programm des Gesamtvereins zu integrieren.

Die Turngruppen werden stattdessen am Familiennachmittag des TSF am Sonntag, den 21. Januar 2018 teilnehmen. An diesem Nachmittag werden neben den Turngruppen noch weitere Jugendgruppen des Vereins Auftritte gestalten. Wir bitten darum, sich diesen Termin vorzumerken und freizuhalten. Wir freuen uns auf zahlreiche teilnehmende Kinder und viele Besucher!

Am Samstag, den 14. Oktober 2017  gingen Mia Brock, Cora Munz, Alexa und Cora Kugler in der B-Liga an den Start. Es dürfen pro Mannschaft 5 Turnerinnen starten und die besten 3 Turnerinnen kommen in die Wertung. Leider konnte das Team mit nur mit 4 Turnerinnen an den Start gehen, was von Anfang an einen kleinen Nachteil bedeutete. Die Mädchen waren auf den Punkt fit und konzentriert und konnten ihre Leistungen aus dem Training abrufen und im Wettkampf auch ohne größere Schwierigkeiten zeigen. Am Startgerät Sprung konnten die Mädchen gute Leistungen zeigen, auch wenn die geturnten Übungen nicht der Höchstschwierigkeit entsprachen. Weiter ging es am Reck. Alle Mädchen konnten ihre Übungen sauber durchturnen. Am Zitterbalken musste Cora Munz bei ihrer P5 einen Sturz hinnehmen. Die anderen Mädchen blieben allerdings auf dem 10 cm schmalen Schwebebalken oben, so dass hier trotzdem gute Wertungen ins Mannschaftsergebnis einflossen. Abschließend turnte das Quartett am Boden. Hier konnte Alexa Kugler die Tagesbestwertung mit 13,4 Punkten der Gschwender Turnerinnen ergattern.

Am Ende kam ein toll abgesicherter Platz 8 von 13 Mannschaften heraus. Der Abstand nach vorne zu Platz 4 sowie nach hinten zu Platz 9 betrug jeweils knapp 4 Punkte.

Ebenfalls mit nur vier Turnerinnen (Sophie Hauser, Hanna Kleemayer, Leena Priebe und Laura Wrobel), gingen die Mädchen der offenen Klasse (ab 2005) an den Start. Da im Modus der offenen Klasse sogar 8 Mädchen eine Mannschaft bilden dürfen, jeweils 5 Turnerinnen ans Gerät gehen und davon die jeweils besten drei Wertungen ins Mannschaftsergebnis zählen, bedeutete dies von vornherein einen gewissen Nachteil, den es durch hohe Konzentration und wenig Fehler auszugleichen galt. So waren die Gschwenderinnen das jüngste und kleinste Team in der Konkurrenz. Obwohl es den Turnerinnen gelang, gute Übungen zu zeigen, reichten die Ausgangswerte nicht, um im Rennen um die Podestplätze zu überzeugen. Mit einem Rückstand von 1,6 Punkten auf Platz 3, sicherten sich die Mädchen aber einen guten vierten Platz und erturnten sich zu Platz 5 einen beachtlichen Punktevorsprung von knapp 5 Punkten. 

Der Blick auf die inoffiziellen Einzelplatzierungen  aber verdeutlicht die durchaus respektablen Einzelleistungen der Mädchen im Vierkampf und die geschlossene Mannschaftsleistung: hier belegten Leena und Laura gemeinsam den fünften und Sophie den 7. Platz.